Leistungen der teilnehmenden Ärzte

Nachfolgend sind die grundsätzlich von den teilnehmenden Ärzten zu erbringenden Leistungen beschrieben. Die detaillierten Leistungen sind in den jeweiligen Leistungskomplexe / Vergütung aufgeführt.

Versorgungsebene 1 – Hausärzte und fachärztliche Internisten
    1. Bei Feststellung der Notwendigkeit einer stationären Versorgung Information und Beratung der Versicherten über die integrierte Versorgung - insbesondere über die an der integrierten Versorgung teilnehmenden Krankenhäuser - und Einschreibung des Versicherten.

    1. Unverzügliche Überweisung des Patienten an einen teilnehmenden Leistungserbringer der 2. Versorgungsebene (zur Durchführung des Zweitmeinungsverfahrens) oder ggf. - bei Vorliegen eines Ausnahmetatbestandes unter Berücksichtigung des Behandlungspfades - der 3. Versorgungsebene (Krankenhaus). Eine Überweisung an einen Leistungserbringer der 2. Versorgungsebene erfolgt nicht, wenn
      • es sich um einen Notfall handelt,
      • eine Einbindung des Leistungserbringers der 2. Versorgungsebene, z.B. aus organisatorischen oder terminlichen Gründen nicht möglich ist,
      • ein positiver Befund eines Kardiologen zur Notwendigkeit einer stationären Versorgung bereits vorliegt.

    1. Koordination der Behandlung der Versicherten im Hinblick auf die weiteren beteiligten Leistungserbringer unter Beachtung der Versorgungsinhalte sowie des Behandlungspfades, einschließlich Terminorganisation bei dem nachfolgenden Leistungserbringer.

    1. im Rahmen der nachstationären Versorgung differenzierte Therapieplanung auf der Basis einer individuellen Risikoabschätzung und Beratung des Versicherten (inklusive Ernährungsberatung, Raucherberatung) unter Berücksichtigung der Therapieempfehlungen der 2. oder 3. Versorgungsebene. Eine Umstellung der Arzneimitteltherapie kann nur nach Abstimmung mit dem teilnehmenden Leistungserbringer der 2. Versorgungsebene erfolgen. Des Weiteren zählen Complianceförderung, Arzneimittelmanagement und die Erörterung des Krankenhausentlassungsberichts zu den Leistungen.

    1. Vollständige Dokumentation der Untersuchungsergebnisse (Dokumentationsbogen) und der durchgeführten Behandlung. Der vollständig ausgefüllte Dokumentationsbogen ist unverzüglich per Telefax – oder als Kopie per Post – an die Dokumentationsstelle des NHN zu senden.

  1. Unverzügliche Übermittlung der Untersuchungsergebnisse und anderer therapierelevanter Informationen, z. B. über die medikamentöse Therapie, an den weiterbehandelnden Leistungserbringer per Telefax. Dem Patienten ist der vollständig ausgefüllte Dokumentationsbogen im Original für den weiterbehandelnden Leistungserbringer auszuhändigen. Im Einzelfall ist der koordinierende Arzt verpflichtet, die therapierelevanten Informationen vom weiterbehandelnden Leistungserbringer einzufordern.
Versorgungsebene 2 - Kardiologen
    1. Bereitstellung eines kurzfristigen Termins zur kardiologischen Untersuchung auf Überweisung des Leistungserbringers der 1. Versorgungsebene innerhalb von 2 Arbeitstagen.

    1. Bei vereinbarten Terminen Einhaltung einer Wartezeit in der Regel von max. 30 Minuten.

    1. Abschließende Indikationsstellung für die Notwendigkeit einer stationären Versorgung unter Berücksichtigung möglicher alternativer, ambulanter Versorgungsmöglichkeiten.

    1. Bei Bestätigung der Notwendigkeit einer stationären Versorgung:
      • 4.1. Information und Beratung der Versicherten über die integrierte Versorgung - insbesondere über die an der integrierten Versorgung teilnehmenden Krankenhäuser – und Einschreibung des Versicherten, sofern noch keine Einschreibung bei einem teilnehmenden Leistungserbringer der 1. Versorgungsebene erfolgt ist.
      • 4.2. Beratung des Versicherten - entsprechend seines individuellen Risikos - über die Möglichkeiten sowie den Nutzen und die Risiken interventioneller und kardiochirurgischer Therapie.
      • 4.3. Einweisung in eines der teilnehmenden Krankenhäuser einschließlich Organisation eines Termins zur stationären Aufnahme Wird die Notwendigkeit einer stationären Versorgung nicht bestätigt, erfolgt die weitereVersorgung im Rahmen der Regelversorgung. Dem nachfolgenden Behandler sind Empfehlungen zur weiteren Therapie zu übermitteln.

    1. Insbesondere im Rahmen der nachstationären Versorgung erfolgt eine differenzierte Therapieplanung auf der Basis einer individuellen Risikoabschätzung und Beratung des Versicherten entsprechend des individuellen Risikos (inklusive Ernährungsberatung, Raucherberatung) unter Berücksichtigung der Therapieempfehlungen der 3. Versorgungsebene und Erstellung von Therapieempfehlungen und Übermittlung für die Weiterbehandlung an den teilnehmenden Leistungserbringer der 1. Versorgungsebene. Weitere Leistungen sind insbesondere Maßnahmen zur Complianceförderung, Arzneimittelmanagement sowie die ausführliche Erörterung des Krankenhausentlassungsberichts mit dem Patienten.

    1. Bei geplanter Umstellung der Arzneimitteltherapie durch die 1. Versorgungsebene erfolgt eine Bewertung der vorgeschlagenen Therapieumstellung und Empfehlung für die 1. Versorgungsebene zur weiteren Therapie.

    1. Vollständige Dokumentation der Untersuchungsergebnisse und durchgeführten Behandlung. Der vollständig ausgefüllte Dokumentationsbogen ist unverzüglich per Telefax – oder als Kopie per Post – an die Dokumentationsstelle des NHN zu senden.

  1. Unverzügliche Übermittlung der Untersuchungsergebnisse und anderer therapierelevanter Informationen, z. B. über die medikamentöse Therapie, an den weiterbehandelnden Leistungserbringer per Telefax. Dem Patienten ist der vollständig ausgefüllte Dokumentationsbogen im Original für den weiterbehandelnden Leistungserbringer auszuhändigen. Im Einzelfall ist der koordinierende Arzt verpflichtet, die therapierelevanten Informationen vom weiterbehandelnden Leistungserbringer einzufordern.